Wasserfall

Ich stehe vor dem Wasserfall,
streck meine Hand nach oben,
ich fühle es das erste Mal,
mein Herz vor Freiheit toben.
Was mich einst bremste, geb ich ab,
auch zwei alte Freunde,
Freundschaft, die mir Schwere gab,
doch die ich nicht bereue.
Das alles fliesst nun unter mir
über Stock und Stein bergab.
Es ist, als ob ich was verlier,
und doch noch alles hab.
Denn egal wie oft ich was verlass,
ich was verlieren werde,
ich werd vielleicht ein bisschen nass,
doch unter mir bleibt Erde.
Erde, die mir Standkraft gibt,
aus der Grundwasser quellt,
Wasser, das niemals versiegt,
niemals auf dieser Welt.
So steh ich vor dem Wasserfall,
seh Wasser endlos strömen,
und dann gelingt’s das erste Mal,
mich mit mir zu versöhnen.

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