Schach

Das Leben ist ein Schachspiel. Die Frage ist, ob wir die Figuren sind – oder die Spieler.

Uns fährt der Bus vor der Nase ab, wir lassen das Portemonnaie liegen, wir machen einen Fehler. Es ist immer dasselbe. Es passiert etwas und wir reagieren sofort. Automatisch. Wie wenn unser nächster Zug schon vorbestimmt wäre.

Doch der Zug ist voreilig, nicht durchdacht und oft sogar falsch. Uns erfassen die Panik, die Angst, die Wut scheinbar von alleine. Das Herz schlägt schneller, das Atmen fällt schwerer, alles verkrampft sich. Unsere automatische Reaktion macht es einfach unmöglich, das Spiel zu gewinnen.

Was wir nicht wissen: Wir sind nicht die Spielfiguren. Unsere Züge sind nicht vorbestimmt. Wir können entscheiden. Wir können einen Moment innehalten und uns die Situation auf dem Schachbrett anschauen. Wir können uns, nur für einen Augenblick, überlegen, welcher Zug uns weiterbringt, uns hilft und uns gut tut. Ist es die Panik? Die Angst? Die Wut? Manchmal ja. Aber nur sehr selten.

Also reagieren wir nicht sofort. Lassen wir der Panik, der Angst, der Wut keinen Raum, lassen wir sie nicht über unser Spiel entscheiden. Sondern atmen wir einmal tief durch, sehen mit optimistischen und zuversichtlichen Augen auf das Schachbrett und machen den Zug, der uns weiterbringt und uns gut tut.

Jeder Schachspieler weiss, dass voreiliges Handeln nicht zum Sieg führt. Also werden wir zu Schachspielern.



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